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Rechtliche Unterstützung bei Freiheitsdelikten in Stuttgart

Die Freiheit zählt neben der Würde, dem Leben und der körperlichen Unversehrtheit zu den unabdingbaren Grundrechten eines jeden Menschen. Damit ist sie eines der höchsten Güter der Demokratie. Dennoch kann sie durch sogenannte Freiheitsdelikte eingeschränkt werden. Darunter fällt nicht nur das Einsperren oder Gefangenhalten einer Person – auch das Einschränken des Handelns oder der Zwang zu einer bestimmten Handlung sind damit gemeint. Wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly aus Stuttgart kennen uns mit den Rechtsgrundlagen von Freiheitsdelikten aus und stehen Ihnen mit unserer Fachkompetenz beratend zur Seite.


Was ist ein Freiheitsdelikt?

Ein Freiheitsdelikt ist laut § 234 StGB eine Straftat, die sich gegen die Freiheit und den Frieden eines Menschen richtet. Dazu zählen neben dem Vermögen sowie die körperliche Integrität einer Person auch die Ehre und, wie der Name bereits verrät, die persönliche Freiheit. Die Delikte werden in zwei Gruppen unterteilt:

Taten, die die Freiheit eines Menschen räumlich verletzen:

  • Kinderhandel
  • Entführung
  • Menschenraub
  • Verschleppung
  • Hausfriedensbruch

Taten, die sich auf die freie Entscheidung eines Menschen beziehen:

  • Nötigung
  • Geiselnahme
  • Erpresserischer Menschenraub
  • Bedrohung

Weiterhin zählen zu den Freiheitsdelikten auch die Ehrendelikte, die Beleidigung und üble Nachrede umfassen.

Beispiele für Freiheitsdelikte

Freiheitsberaubung (§ 239 StGB)

Diese Taten bezieht sich auf die Fortbewegungsfreiheit einer Person, die z.B. durch äußere Vorrichtungen oder sonstige Vorkehrungen daran gehindert wird, ihren aktuellen Aufenthaltsort zu verlassen. Auch das Berauben der Freiheit durch Festhalten, Fesseln oder Anbinden fällt unter diesen Tatbestand. Dies kann auch eine Person betreffen, die schläft oder bewusstlos ist und gar nicht die Absicht hat, sich fortzubewegen.

Nötigung und Bedrohung (§ 240 StGB)

Die Nötigung ist ein weiteres Freiheitsdelikt. Bei dieser wird ein Mensch rechtswidrig durch Gewalt oder Androhung eines Übels zu einer Handlung, einer Duldung oder der Unterlassung einer Handlung gezwungen. Entscheidend für die Strafverteidigung ist hierbei, ob die Nötigung rechtswidrig war.

Erpresserischer Menschenraub (§ 239 a StGB) und Geiselnahme (§ 239 b StGB)

Auch diese beiden Straftatbestände fallen unter die Freiheitsdelikte, wobei sich die Tathandlungen beider Delikte gleichen. In beiden Fällen bemächtigt sich der Täter einer Person, wobei der Täter beim erpresserischen Menschenraub – im Gegensatz zur Geiselnahme – einen Bereicherungszweck verfolgt. Zeigt der Täter Reue und lässt beispielsweise das Opfer ungehindert gehen, kann sich dies im Verfahren strafmildernd auswirken.


Wie sind die Strafen?

Bei einem Freiheitsdelikt liegt der Strafrahmen zwischen einer Geld- und einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren. Abhängig von der Schwere der Tathandlung kann diese auch als Verbrechen qualifiziert und entsprechend härter, d.h. mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr, bestraft werden. Wird eine Tat als Verbrechen eingeordnet, wird dem Täter die Möglichkeit der Pflichtverteidigung eröffnet. Bei dieser tragen zunächst die Staatskassen die Anwaltskosten. Wird Ihnen ein Freiheitsdelikt vorgeworfen, sollten Sie dringend Ihr Schweigerecht wahrnehmen. Wenden Sie sich frühzeitig an unsere Anwaltskanzlei Scheerer & Maly in Stuttgart und lassen Sie sich kompetent von einem Fachanwalt für Strafrecht verteidigen.

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