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Rechtliche Regelungen rund um Vermögensdelikte in Stuttgart

Über die Hälfte aller in Deutschland registrierten Straftaten entfallen auf sogenannte Vermögensdelikte. Darunter werden alle Delikte zusammengefasst, die andere Personen am Vermögen schädigen – im Gegensatz zu Körperverletzungsdelikten, die sich direkt gegen die körperliche Unversehrtheit von Menschen richten. So beziehen sich jährlich etwa ein Drittel aller polizeilichen Ermittlungsverfahren auf Eigentums- und Vermögensdelikte. Worin der Unterschied zwischen den beiden Straftaten besteht und welche Sanktionen bei einem Verstoß zu erwarten sind, erklären wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly im Folgenden.


Was sind Vermögensdelikte und Eigentumsdelikte?

Eigentumsdelikte umfassen rechtswidrige Handlungen, die sich gegen eine fremde Sache richten. Dazu zählen die Tatbestände Diebstahl (§§ 242 ff. StGB), Unterschlagung (§ 246 StGB), Raub (§§ 249 ff. StGB), Räuberische Erpressung (§§ 253, 255 StGB) und Sachbeschädigung (§ 303 StGB).

Vermögensdelikte hingegen richten sich gegen das Vermögen als Ganzes, also gegen das Eigentum einer Person, das einen messbaren wirtschaftlichen Wert hat. Ein kaputter, wertloser Stuhl zählt beispielsweise nicht zum Vermögen einer Person, steht aber dennoch in dessen Eigentum. Bei den Vermögensdelikten steht daher die Bereicherungsabsicht, bei den Eigentumsdelikten hingegen die reine Zueignungsabsicht des Täters im Vordergrund.

Was fällt alles unter Vermögensdelikte?

Nach dem deutschen Strafrecht zählen folgende Taten zu den Vermögensdelikten:

  • Diebstahl
  • Betrug
  • Unterschlagung
  • Untreue
  • Raub
  • Erpressung
  • Hehlerei

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Welche Strafen sind bei Vermögensdelikten zu erwarten?

Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl. Je nach Delikt sowie Intensität und Schwere der Tat sieht der Gesetzgeber bei Vermögensdelikten ein Strafmaß von Geldstrafe bis hin zu 15 Jahren Freiheitsstrafe vor.

Unterschlagung

Gemäß § 246 Abs. 1 StGB beschreibt die Unterschlagung ein Vermögensdelikt, bei dem sich eine Person fremde, bewegliche Sachen rechtswidrig zueignet. Dies kann zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren führen.

Diebstahl

Je nach Schwere der Straftat drohen sehr unterschiedliche Strafrahmen. Ein schwerer Fall des Diebstahls kann mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe belegt werden. Das gilt ebenfalls für einen Diebstahl mit Waffen, einen Wohnungseinbruchsdiebstahl oder einen Bandendiebstahl.

Raub und Erpressung

Im Gegensatz zum reinen Diebstahl einer Sache geht Raub immer mit einer Nötigung (§ 240 StGB) einher. Das bedeutet: Der Täter nötigt eine andere Person z.B. durch die Anwendung von Gewalt dazu, die Wegnahme einer Sache zu dulden. Für eine solche Straftat ist gesetzlich keine Geldstrafe, sondern grundsätzlich eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr vorgesehen. Diese kann allerdings zur Bewährung ausgesetzt werden. Im Falle einer Erpressung gilt Ähnliches, hier ist aber auch eine Geldstrafe denkbar.


Wie kann ein Anwalt helfen?

Wird Ihnen von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft ein Vermögensdelikt vorgeworfen, sollten Sie unbedingt einen Anwalt einschalten. Wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly aus Stuttgart beraten und vertreten Sie fachkompetent. Je früher Sie uns hinzuziehen, desto besser stehen die Chancen, durch eine zielgerichtete Strafverteidigung eine vorzeitige Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

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