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Allgemeine Gesetzeslage zu Alkohol am Steuer

Grundsätzlich gilt im deutschen Straßenverkehr eine Promillegrenze von 0,5. Bewegt sich Ihre Blutalkoholkonzentration (BAK) unter dem Wert,drohen Ihnen bei einer Verkehrskontrolle in den allermeisten Fällen keine Konsequenzen. Doch welche Regeln gelten generell für den Alkoholkonsum am Steuer?

Der BAK-Wert von 0,5 gilt nicht für alle Fahrer auf Deutschlands Straßen. Sowohl für Fahranfänger in der Probezeit als auch für Fahrer, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gilt die Null-Promillegrenze. Ebenso haben alle Fahrer mit Sanktionen zu rechnen, die Fehler während der Autofahrt machen, die auf den Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly aus Stuttgart beraten Sie in einem persönlichen Gespräch gerne ausführlich zur Rechtslage.


Was versteht man unter Fahruntüchtigkeit?

Nach § 316 StGB ist die sogenannte Fahruntüchtigkeit Voraussetzung für die Strafbarkeit bei alkoholbedingten Fahrfehlern im Straßenverkehr. Fahruntüchtigkeit ist gegeben, wenn durch den Konsum alkoholischer oder anderer berauschender Mittel die Leistungsfähigkeit des Fahrers stark eingeschränkt ist. Dieser ist folglich nicht mehr in der Lage, sein Fahrzeug sicher zu führen oder eine schwierige Verkehrslage zu meistern. In der Rechtsprechung wird zwischen absoluter und relativer Fahruntüchtigkeit unterschieden:

  • Absolute Fahruntüchtigkeit: ab einer BAK von 1,1 Promille bei Führern eines Kfz bzw. bei einer BAK von 1,6 Promille bei Radfahrern.
  • Relative Fahruntüchtigkeit: ab einer BAK von 0,3 Promille in Verbindung mit nachweislich rauschbedingten Ausfallerscheinungen wie z.B. das Fahren von Schlangenlinien oder das Geradeausfahren in einer Kurve.

Sanktionen bei Verstößen gegen die Alkoholgrenze

Wer gegen die Promillegrenze am Steuer verstößt, hat mit diversen Sanktionen zu rechnen. Diese steigern sich, je öfter man erwischt wird. Sind es beim ersten Mal noch 500 €, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat, so drohen beim dritten Mal bereits 1.500 €, zwei Punkte und ein dreimonatiges Fahrverbot.
Gefährdet man andere Teilnehmer am Straßenverkehr, kann außerdem eine Freiheitsstrafe oder der Führerscheinentzug verhängt werden.

Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt wiederum ein anderes Strafmaß. Werden diese mit Alkohol am Steuer erwischt, sind ein Bußgeld in Höhe von 250 € und ein Punkt in Flensburg fällig. Außerdem verlängert sich die Probezeit von zwei auf vier Jahre und es wird ein Aufbauseminar angeordnet.


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Was passiert bei einem Unfall mit Alkohol am Steuer?

Eine Alkoholfahrt ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann als Straftat gewertet werden. Ist bei einem Verkehrsunfall Alkohol im Spiel, leitet die Staatsanwalt bei Ersttätern daher ein schriftliches Verfahren ein. Wiederholungstäter kommen zudem um eine öffentliche Verhandlung vor Gericht nicht herum und werden zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) aufgefordert. Das Strafmaß reicht von Geldstrafen zu wenigstens 70 Tagessätzen bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren. Darüber hinaus wird dem Autofahrer der Führerschein abgenommen und je nach BAK ist mit Punkten in Flensburg zu rechnen. Grundsätzlich wird dem Fahrer, der mit Alkohol am Steuer in einen Unfall verwickelt ist, eine Teilschuld zugesprochen.

Wie kann ein Anwalt helfen?

Sie sind mit Alkohol am Steuer erwischt worden oder sind aufgrund von Alkoholkonsum in einen Verkehrsunfall verwickelt? Ob Ordnungswidrigkeit oder Straftat: Je früher im Verfahren Sie einen versierten Anwalt mandatieren, desto mehr Verteidigungsoptionen können erarbeitet werden. Grundsätzlich empfehlen wir Betroffenen im Umgang mit der Polizei: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Machen Sie von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und wenden Sie sich frühzeitig an unsere Anwälte für Verkehrsrecht in Stuttgart.