Title: Was sind die Voraussetzungen für einen strafrechtlichen Betrug?
Author: Anwaltskanzlei Scheerer &amp; Maly
Published: 29. Januar 2023
Last modified: 3. November 2026

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# Was sind die Voraussetzungen für einen strafrechtlichen Betrug?

 Veröffentlicht am 29. Januar 20233. November 2026 von [Anwaltskanzlei Scheerer & Maly](https://www.scheerer-maly.de/author/anwaltskanzlei-scheerer-maly/)

Der Betrug ist nach deutschem Strafrecht ein Vermögensdelikt, welches vorsätzliches
Handeln des Täters oder der Täterin erfordert. Das Gesetz sieht als Strafmaß Freiheitsstrafen
von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen vor. Wir von der Anwaltskanzlei Scheerer&
Maly haben als [Strafverteidiger Stuttgart](https://www.scheerer-maly.de/anwalt-strafrecht/)
für Sie die wichtigsten Informationen zu den strafrechtlichen Voraussetzungen für
einen Betrug zusammengestellt.

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## Inhaltsverzeichnis

 1. [Das Wichtigste in Kürze](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#wichtigste-in-kuerze)
 2. [Die Definition von Betrug](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#definition-von-betrug)
 3. [Die objektiven Voraussetzungen eines strafrechtlichen Betrugs gemäß § 263 StGB](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#objektive-voraussetzungen-eines-strafrechtlichen-betrugs)
 4. [Die subjektiven Voraussetzungen für einen Betrug nach § 263 StGB](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#subjektive-voraussetzungen-fuer-einen-betrug)
 5. [Unterschied zwischen einfachem und schwerem Betrug](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#unterschied-einfacher-schwerer-betrug)
 6. [Praktische Tipps für Beschuldigte und Opfer](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#praktische-tipps)
 7. [FAQ](https://www.scheerer-maly.de/was-sind-die-voraussetzungen-fuer-einen-strafrechtlichen-betrug/?output_format=md#faq)

## Das Wichtigste in Kürze

 * Der Betrug ist ein Vermögensdelikt und Tatbestand des deutschen Strafrechts
 * Der Betrugstatbestand umfasst Verhaltensweisen, durch die Geschädigte durch Täuschung
   zu einer Vermögensverfügung bewegt werden.
 * Tatbestandsmerkmale eines Betrugs sind die Täuschung über Tatsachen, der Irrtum,
   die Vermögensverfügung und der entstandene Schaden.

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## Die Definition von Betrug

Laut § 263 Abs. 1 StGB wird der strafrechtliche Betrug wie folgt definiert:

„Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil
zu verschaffen, das **Vermögen eines anderen** dadurch **beschädigt**, dass er durch**
Vorspiegelung falscher** oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer **Tatsachen**
einen **Irrtum** erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren
oder mit Geldstrafe bestraft.“

Der Tatbestand gehört zu den Vermögensdelikten und dient daher dem Schutz des Vermögens.

### **Strafrechtliche Konsequenzen und Strafen**

Welche Strafe bei Betrug droht, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Schon
der Grundtatbestand nach § 263 Abs. 1 StGB kann mit einer Geldstrafe oder mit einer
Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Auch der Versuch ist strafbar.

 * **Einfacher Betrug:** Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre nach §
   263 Abs. 1 StGB.
 * **Besonders schwerer Fall:** Liegt etwa gewerbsmäßiges Handeln vor, sieht § 263
   Abs. 3 StGB eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. Gewerbsmäßigkeit
   kann bereits bei der ersten Tat vorliegen, wenn der Täter oder die Täterin damit
   eine fortlaufende Einnahmequelle schaffen will.
 * **Amtsanmaßung: **Wer sich unbefugt als Amtsträger oder Amtsträgerin ausgibt,
   kann zusätzlich nach § 132 StGB mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von
   bis zu zwei Jahren bestraft werden.

Die Vorspiegelung falscher Tatsachen ist dagegen kein eigener Straftatbestand nach§
132 StGB. Sie gehört zu den möglichen Täuschungshandlungen des Betrugs nach § 263
Abs. 1 StGB. Gibt sich jemand etwa als Polizeibeamter oder Polizeibeamtin aus, um
Geld zu verlangen, können Betrug und Amtsanmaßung zusammentreffen

Auch vorgetäuschte Spendenaktionen werden als Betrug verfolgt, wenn Spendengelder
bewusst nicht für den angegebenen Zweck verwendet werden.

[Sie haben eine Vorladung oder werden des Betrugs beschuldigt? Wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly prüfen die Aktenlage und besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Nehmen Sie gerne unverbindlich Kontakt zu uns auf.](https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html)

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## Die objektiven Voraussetzungen eines strafrechtlichen Betrugs gemäß § 263 StGB

Damit Handlungen und Verhaltensweisen strafrechtlich als Betrug eingestuft werden
können, müssen folgende objektive Tatbestandsmerkmale vollständig erfüllt sein:

 * **Täuschung über Tatsachen**
   Voraussetzung für die Strafbarkeit eines Betrugs
   ist, dass der Täter oder die Täterin einen anderen oder eine andere über eine
   Tatsache täuscht. Tatsachen sind dabei Sachverhalte, die dem Beweis zugänglich,
   also nachprüfbar und belegbar sind. Wird beispielsweise im Rahmen eines Autokaufs
   das Fahrzeug durch den Verkäufer oder die Verkäuferin als unfallfrei deklariert,
   ist dies eine überprüfbare Tatsache. Täuschungen über Tatsachen können etwa schriftlich,
   mündlich oder in Form von Gesten erfolgen. Eine Täuschung über Tatsachen kann
   zudem auch durch stillschweigende, schlüssige Handlungen, sogenanntes konkludentes
   Verhalten herbeigeführt werden. Die Bestellung eines Getränks in einem Restaurant
   durch bloßes Handheben wäre hier ein Beispiel. Durch konkludentes Handeln wird
   dem Gegenüber in diesem Fall der Anschein erweckt, ein Rechtsgeschäft abschließen
   zu wollen und zahlungsfähig und -willig zu sein. Gleiches gilt beim Tanken an
   einer Selbstbedienungstankstelle. Soll der Anschein dabei vorsätzlich falsch 
   erweckt werden, handelt es sich um eine Täuschung im Sinne des § 263 Abs. 1 StGB.
 * **Irrtum**
   Die dargelegte Täuschungshandlung muss bei der anderen Person, also
   dem Empfänger oder der Empfängerin der Täuschung, einen Irrtum erregen oder aufrechterhalten.
   Hierbei wird der Widerspruch zwischen der Vorstellung des oder der Getäuschten
   und der tatsächlichen Wirklichkeit verstanden. Der Irrtum ruft also eine Fehlvorstellung
   des Opfers gegenüber der Tatsache hervor. Dabei ist es nach herrschender Meinung
   ausreichend, wenn das Opfer die falsche Tatsachenbehauptung des Täters oder der
   Täterin auch nur für möglicherweise zutreffend hält, und etwa leichte Zweifel
   hegt.
 * **Vermögensverfügung beim Betrug**
   Die Vermögensverfügung ist ein sogenanntes
   ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal, welches als voraussetzend für einen strafrechtlichen
   Betrug jedoch erfüllt sein muss.Der oder die Getäuschte muss daher eine Verfügung
   über sein bzw. ihr eigenes oder fremdes Vermögen vornehmen.Dabei versteht man
   unter der Vermögensverfügung jedes freiwillige Handeln, Dulden oder Unterlassen,
   was unmittelbar zur Vermögensminderung des oder der Geschädigten führt. Also 
   etwa das Eingehen einer Verbindlichkeit.
 * **Schaden beim Betrug**
   Durch die Vermögensverfügung muss ein Vermögensschaden
   entstehen. Dieser wird grundsätzlich durch einen wirtschaftlichen Vergleich der
   Vermögenslage vor und nach der Verfügung ermittelt. Ein Vermögensschaden kann
   auch bereits in einer konkreten, wirtschaftlich bezifferbaren Vermögensgefährdung
   liegen.

### **Typische Betrugsfälle in der Praxis**

Im Jahr 2025 gab rund jede fünfte Person in Deutschland an, bereits von Cyberkriminalität
betroffen gewesen zu sein. Betrug war dabei die am häufigsten genannte Deliktsform.

Drei typische Beispiele für den Betrugstatbestand zeigen, wie unterschiedlich eine
Täuschung aussehen kann.

 * **Onlinebetrug: **Fake Shops haben aktuell Hochkonjunktur und scheinen mittlerweile
   selbst auf den zweiten Blick sehr seriös, obwohl die angebotene Ware nicht geliefert
   wird. Ob Betrug nach § 263 StGB oder Computerbetrug nach § 263a StGB vorliegt,
   hängt insbesondere davon ab, ob ein Mensch durch Täuschung zu einer Vermögensverfügung
   veranlasst wird oder das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch eine
   tatbestandsmäßige Beeinflussung einen Vermögensschaden verursacht.
 * **Versicherungsbetrug: **Ein klassisches Beispiel für die Vorspiegelung falscher
   Tatsachen ist ein fingierter Schaden, für den anschließend eine Versicherungsleistung
   verlangt wird. Bestimmte Vorbereitungshandlungen können bereits unter § 265 StGB
   fallen.
 * **Identitätsbetrug: **Wer fremde Konten, Kreditkarten oder Zugangsdaten für eigene
   finanzielle Zwecke nutzt, kann je nach Vorgehen unter anderem wegen Betrugs, 
   Computerbetrugs oder Fälschung beweiserheblicher Daten verfolgt werden. Einen
   eigenen Straftatbestand „Identitätsdiebstahl“ kennt das StGB nicht.

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## Die subjektiven Voraussetzungen für einen Betrug nach § 263 StGB

Gemäß § 15 StGB ist Betrug nach § 263 StGB ein Vorsatzdelikt. Der Täter muss hinsichtlich
sämtlicher objektiver Tatbestandsmerkmale **vorsätzlich **handeln. Dabei genügt **
bedingter Vorsatz** (Eventualvorsatz).

Darüber hinaus muss der Täter in der Absicht handeln, sich oder einem Dritten einen**
rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen**. Der angestrebte Vermögensvorteil
muss unmittelbar aus dem Vermögensschaden des Geschädigten resultieren (Stoffgleichheit).

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## **Unterschied zwischen einfachem und schwerem Betrug**

Was umgangssprachlich oft als „schwerer Betrug“ bezeichnet wird, heißt im Gesetz**
besonders schwerer Fall des Betrugs**. Während § 263 Abs. 1 StGB den Grundtatbestand
regelt, nennt § 263 Abs. 3 StGB Fälle, in denen eine deutlich höhere Strafe droht.

| **Kriterium** | **Einfacher Betrug (§ 263 Abs. 1 StGB)** | **Besonders schwerer Fall (§ 263 Abs. 3 StGB)** | 
| **Strafrahmen** | Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre | Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren | 
| **Voraussetzungen** | Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung, Vermögensschaden, Vorsatz und Bereicherungsabsicht | zusätzlich in der Regel eines der Regelbeispiele aus § 263 Abs. 3 Satz 2 StGB | 
| **Beispiele** | Nichtlieferung einer Ware nach Vorkasse, wenn der Verkäufer bereits bei Vertragsschluss nicht zur Lieferung bereit war, oder Tanken ohne anfängliche Zahlungsabsicht. | gewerbsmäßiges Handeln, ein Vermögensverlust großen Ausmaßes oder der Missbrauch einer Amtsträgerstellung |

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## **Praktische Tipps für Beschuldigte und Opfer**

Wer mit einem Betrugsvorwurf konfrontiert wird, sollte nicht vorschnell handeln.
Das gilt für Beschuldigte ebenso wie für Geschädigte. Je früher Sie durchdacht handeln,
desto gezielter lassen sich die nächsten Schritte planen.

**Für Beschuldigte**

 * Machen Sie zunächst keine Angaben zur Sache. Als Beschuldigter oder Beschuldigte
   haben Sie das Recht, zu schweigen. Dieses Recht gilt auch bei einer polizeilichen
   Vernehmung.
 * Prüfen Sie genau, von wem die Vorladung stammt. Eine Pflicht, zu einer polizeilichen
   Vernehmung zu erscheinen, sieht das Gesetz nicht vor. Einer Ladung der Staatsanwaltschaft
   müssen Sie dagegen folgen.
 * Ziehen Sie frühzeitig einen Verteidiger oder eine Verteidigerin hinzu. Sie dürfen
   sich in jeder Lage des Strafverfahrens anwaltlich vertreten lassen.
 * Warten Sie die Akteneinsicht ab. Erst wenn bekannt ist, welche Aussagen und Beweise
   den Ermittlungsbehörden vorliegen, lässt sich sinnvoll entscheiden, ob eine Einlassung
   ratsam ist.
 * Klären Sie, ob eine notwendige Verteidigung vorliegt. Bei schweren Vorwürfen,
   schwieriger Sach- oder Rechtslage oder bestimmten Gerichtsverfahren kann die 
   Mitwirkung eines Verteidigers oder einer Verteidigerin gesetzlich vorgeschrieben
   sein.

**Für Opfer**

 * Sichern Sie vorhandene Beweise. Dazu gehören Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege,
   E-Mails, Chatverläufe und Screenshots von Angeboten oder Profilen.
 * Erstatten Sie Strafanzeige. Eine Anzeige können Sie bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft
   oder beim Amtsgericht stellen.
 * Lassen Sie sich den Eingang Ihrer Anzeige bestätigen. Als verletzte Person können
   Sie auf Antrag eine schriftliche Eingangsbestätigung erhalten.
 * Prüfen Sie eine anwaltliche Akteneinsicht. Bei Betrugsfällen kann ein Rechtsanwalt
   oder eine Rechtsanwältin für Sie Akteneinsicht beantragen, wenn ein berechtigtes
   Interesse dargelegt wird.
 * Denken Sie auch an Ihre finanziellen Ansprüche. Schadensersatz kann unter bestimmten
   Voraussetzungen bereits im Strafverfahren über das Adhäsionsverfahren geltend
   gemacht werden.

**Sie werden wegen Betrugs beschuldigt oder sind selbst Opfer einer Betrugstat geworden?**

Eine frühzeitige rechtliche Prüfung ist in den meisten Fällen der beste Weg. Als
beschuldigte Person sollten Sie zunächst von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen
und keine Angaben zur Sache machen, bevor die Ermittlungsakte geprüft wurde. Ein
Verteidiger oder eine Verteidigerin kann Akteneinsicht nehmen und anschließend mit
Ihnen klären, welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist.

Auch als geschädigte Person können Sie anwaltliche Unterstützung in Anspruch nehmen.
Neben der Strafanzeige kommt je nach Fall die Geltendmachung von Schadensersatz 
in Betracht. Vermögensrechtliche Ansprüche können unter bestimmten Voraussetzungen
sogar bereits im Strafverfahren verfolgt werden.

Kontaktieren Sie unsere Anwaltskanzlei Scheerer & Maly. Wir prüfen Ihren Fall, besprechen
mit Ihnen die nächsten Schritte und vertreten Ihre Interessen im weiteren Verfahren.

## FAQ

### Ist Vorspiegelung falscher Tatsachen immer Betrug?

Nein. Eine falsche Tatsachenbehauptung ist **nicht automatisch Betrug**. Dafür muss
die Täuschung bei einer anderen Person zu einem Irrtum und dadurch zu einem Vermögensschaden
führen. Außerdem muss die Person vorsätzlich handeln und sich oder einem Dritten
bzw. einer Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen wollen.

Auch nicht jede Aussage ist eine Tatsache. „Das ist das beste Angebot am Markt“ 
ist eher eine Wertung. „Das Fahrzeug ist unfallfrei“ ist dagegen überprüfbar.

### Was ist der Unterschied zwischen Betrug und gewerbsmäßigem Betrug?

Beim einfachen Betrug nach § 263 Abs. 1 StGB drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe
von bis zu fünf Jahren. Gewerbsmäßiger Betrug liegt vor, wenn jemand **Betrug wiederholt
begehen** will, um sich damit eine fortlaufende Einnahmequelle zu verschaffen. Schon
die erste Tat kann dafür ausreichen, wenn diese Absicht besteht. Gewerbsmäßigkeit
gilt als Regelbeispiel für einen besonders schweren Fall. Dann liegt der Strafrahmen
bei sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.

### Welche Schritte sollte ich unternehmen, wenn ich wegen Betrugs beschuldigt werde?

Machen Sie zunächst keine Angaben zur Sache. Sie haben das **Recht zu schweigen**.
Es darf nicht gegen Sie verwendet werden. Wenden Sie sich möglichst früh an einen**
Strafverteidiger** oder eine Strafverteidigerin. Dieser oder diese kann Akteneinsicht
nehmen und danach einschätzen, ob und wie Sie sich zu dem Vorwurf äußern sollen.

Sammeln Sie Unterlagen wie Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege oder E-Mails und
geben Sie diese an Ihre Verteidigung weiter. Auch Fristen sollten Sie unbedingt 
im Blick behalten.

### Welche Rechte haben Opfer von Betrug?

Opfer von Betrug können **Anzeige erstatten** und sich über den Stand des Verfahrens
informieren lassen. Über eine Anwältin oder einen Anwalt können sie unter bestimmten
Voraussetzungen auch Akteneinsicht erhalten.

Außerdem können Geschädigte ihren Schadensersatz bereits im Strafverfahren geltend
machen. In bestimmten Fällen ist auch eine Entschädigung aus eingezogenem Vermögen
möglich.

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[Unfall auf dem Parkplatz: Wer trägt die Schuld?](https://www.scheerer-maly.de/unfall-auf-dem-parkplatz-wer-traegt-die-schuld/)

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