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Amtsdelikte: umfassende Rechtsberatung in Stuttgart

Amtsträger und -trägerinnen haben besondere Sorgfaltspflichten. Verletzen sie diese, indem sie ihre Amtsträgerschaft missbrauchen, werden sie vom Gesetzgeber für die begangenen Straftaten gesondert bestraft. Da entsprechende Sanktionen insbesondere Korruption innerhalb des Staatsapparates verhindern sollen, sind die Strafandrohungen bei Amtsdelikten relativ hoch. Worum es sich bei einem Amtsdelikt handelt und mit welchen Strafen zu rechnen ist, darüber klären wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly im Folgenden auf. Außerdem stehen wir Ihnen im Fall der Fälle mit kompetenter Beratung zur Seite.


Was sind Amtsdelikte?

Nicht jede Person kann ein Amtsdelikt begehen. Diese können nur von sogenannten Amtsträgern und -trägerinnen verwirklicht werden, deren Rolle in § 11 Abs. 1 Nr. 2 StGB definiert ist. Demnach zählen insbesondere Beamte und Beamtinnen, Richter und Richterinnen und Richter sowie Personen, die in einem sonstigen öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehen, zur Gruppe der Amtsträger und -trägerinnen, zum Beispiel Notare und Notarinnen sowie Minister und Ministerinnen. Nicht dazu zählen hingegen Rechtsanwälte und -anwältinnen. Amtsdelikte werden vom Gesetzgeber gesondert geregelt und relativ hart bestraft, um Korruption innerhalb der staatlichen Sphäre vorzubeugen. Unterschieden wird dabei zwischen echten und unechten Amtsdelikten.

Unechte Amtsdelikte

Bei unechten Amtsdelikten handelt es sich um Taten, die zwar allgemein strafbar, aber mit höherer Strafe bedroht sind, wenn sie von einem Amtsträger oder einer -trägerin verwirklicht werden. Darunter fallen beispielsweise die Körperverletzung (§ 340 StGB) und die Strafvereitelung (§ 258a StGB). Für diese Delikte bestehen daher keine gesonderten Vorschriften im StGB, sondern bestehende Strafrechtsnormen werden speziell für Amtsträger und -trägerinnen modifiziert.
Die Strafe wird gemäß § 28 Abs. 2 StGB verschärft. Das Ausmaß liegt im Ermessen des Richters oder der Richterin oder wird sogar explizit gesetzlich erhöht, wie in § 133 Abs. 3 StGB: Verwahrungsbruch, für den die angedrohte Freiheitsstrafe für Amtsträger und -trägerinnen von maximal zwei Jahren auf maximal fünf Jahre angehoben wird.
Beim Vorwurf eines unechten Amtsdelikts ist das Vorgehen abhängig von der gegebenen Situation. Je nachdem, ob eine Hausdurchsuchung angeordnet oder lediglich eine Vorladung ausgesprochen wurde, berät Sie Ihre Kanzlei für Strafrecht fachgerecht.

Echte Amtsdelikte

Echte Amtsdelikte können nur unter Missbrauch der Position eines Amtsträgers oder einer -trägerin begangen werden. Das bedeutet, diese Delikte sind im Gegensatz zu den unechten Amtsdelikten nur dann strafbar, wenn sie von einem Amtsträger oder einer -trägerin begangen werden. Andere Personen, die nicht im öffentlichen Dienst stehen, bleiben straffrei. Die handelnden Personen können dabei als Täter und Täterinnen oder als Teilnehmende auftreten. Zu einem derartigen Amtsmissbrauch zählen z.B. die Rechtsbeugung (§ 339 StGB) oder die Falschbeurkundung im Amt (§ 348 StGB).
Sollte der Vorwurf der Begehung eines echten Amtsdelikts im Raum stehen, prüft Ihr Verteidiger oder Ihre Verteidigerin zum Beispiel, ob überhaupt eine Amtsträgereigenschaft besteht. Außerdem wird eine mögliche Verjährung der Handlung geprüft. Das genaue Vorgehen richtet sich nach der individuellen Situation. Meist steht als erstes eine Vorladung an. Bitte überstürzen Sie nichts und lassen Sie sich unbedingt von Ihrer Kanzlei für Strafrecht rechtlich beraten.

Beratungsgespräch beim Anwalt, im Vordergrund ein Richterhammer


Beispiele für echte Amtsdelikte


Wie kann ein Anwalt helfen?

Wird gegen Sie der Vorwurf eines Amtsdelikts erhoben, empfehlen wir Ihnen dringend, von Ihrem Schweigerecht Gebrauch zu machen und sich möglichst schnell an einen Anwalt für Strafrecht in Stuttgart zu wenden. Wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly vertreten Sie von Beginn an mit Erfahrung und Fachkompetenz. Sollten Sie eine Vorladung der Polizei oder Staatsanwaltschaft vorliegen haben oder steht eine Hausdurchsuchung durch die Ermittlungsbehörde an, stehen wir Ihnen zur Seite und klären Sie über Ihre rechtlichen Möglichkeiten auf. Gegebenenfalls vertreten wir Sie auch vor Gericht und setzen uns für Ihre rechtlichen Interessen ein. Wichtig für Sie ist: Lassen Sie sich bitte anwaltlich beraten, bevor Sie sich zur Sache äußern!

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Warum die Anwaltskanzlei Scheerer & Maly?

Die Anwaltskanzlei Scheerer & Maly, bestehend aus den beiden Rechtsanwälten Thomas Scheerer und Tim Maly, ist im Herzen von Stuttgart in Vaihingen für Sie da. Wir bieten:

  • Individuelle und persönliche Beratung – wir engagieren uns für unsere Mandanten und Mandantinnen
  • 24-Stunden-Notfallservice – stets für Sie erreichbar
  • Kooperation mit Sachverständigen – großes Netzwerk an Experten und Expertinnen
  • Hohe Expertise – Fachanwälte für Straf-, Verkehrs- und Sozialrecht