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Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – falsche Angaben zum Unfallhergang

Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt ist, hat neben dem Schrecken auch den Schaden zu bewältigen. Mancher Fahrzeughalter kommt hierbei in Versuchung, seinen Unfallbericht ein klein wenig zu seinen Gunsten abzuändern – sei es, um eine höhere Zahlung vonseiten der Versicherung zu veranlassen oder um die Schuld auf den Unfallgegner zu schieben. Fällt eine solche Diskrepanz zwischen Ablauf und Angaben auf, kann das jedoch vom Verlust des Versicherungsschutzes bis hin zur Strafanzeige erhebliche Folgen haben. Warum sich falsche Angaben zum Unfallgeschehen nicht lohnen und was Sie im Fall eines Fehlers unternehmen sollten, erklären wir von der Anwaltskanzlei Scheerer & Maly Ihnen hier.

Drei Gründe dafür, bei der Wahrheit zu bleiben

Mann mit Anzug leistet Eid und kreuzt gleichzeitig die Finger hinter dem Rücken
© adobeStock/nito

Falsche Angaben über den Unfallhergang können Sie Ihren Versicherungsschutz kosten. Weist Ihnen Ihre Versicherung falsche Angaben nach, kann Ihnen aufgrund einer sogenannten Obliegenheitsverletzung die Schadensersatzzahlung verweigert werden.
Falsche Angaben zur Schuld können zu einer Anzeige wegen falscher Beschuldigung führen.
Falsche Angaben, die lediglich durch ein Versehen entstanden sind, lassen sich zumeist folgen- und problemlos berichtigen – wenn Sie möglichst rasch handeln.

Wie Sie falsche Angaben korrigieren

Nicht alle falschen Angaben entstehen aus der Absicht heraus, aus der Verantwortung zu entkommen oder den Schadensausgleich zu maximieren. Auch schlichter Schock kann nach einem Unfall dazu führen, dass unvollständige oder fehlerhafte Informationen kommuniziert werden. Dies bedeutet aber nicht, dass solche versehentlichen Falschaussagen zwangsläufig rechtliche Folgen und den Ausfall Ihres Versicherungsschutzes nach sich ziehen müssen. Haben Sie einen Fehler als solchen identifiziert, sollten Sie sich allerdings zeitnah mit der Versicherung und zur Sicherheit auch mit einem Anwalt für Verkehrsrecht in Verbindung setzen. Denn nur, wenn Ihre Angaben korrigiert werden, ehe über Ihren eventuellen Schadensersatz bestimmt oder dieser gar zu hoch ausgezahlt wurde, bleibt Ihr Versicherungsschutz sicher erhalten.

Erste Rechtshilfe für den Unfallort: Nicht mehr Angaben als nötig

Auch wenn – oder vielmehr: gerade, weil – der Schreck nach dem Unfall zumeist groß ist, ist es ratsam, am Unfallort nur die zwingend notwendigen Angaben zu tätigen und auch diese eingehend auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Vor allem sollten Sie nichts unterschreiben, was nicht zuvor ein Anwalt für Sie geprüft hat. Denn wenngleich nicht jedes Schuldeingeständnis rechtlich bindend ist, gibt es durchaus Formen, die gegen Sie verwendet werden können, auch wenn Ihr Unfallgegner eigentlich (Mit-)Schuld am Unfall trägt.

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